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Trauer um Vaclav Havel

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Trauer um Vaclav Havel

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Der Tod des früheren tschechischen Präsidenten Vaclav Havel hat in der ganzen Welt für Betroffenheit gesorgt. Havel war zwei Monate nach seinem 75. Geburtstag in seinem Wochenendhaus im Schlaf gestorben. Noch vor wenigen Tagen hatte Havel in Prag den Dalai Lama empfangen – allerdings wirkte er schon bei diesem Termin müde und angeschlagen. Seit mehreren Gefängnisaufenthalten unter dem kommunistischen Regime hatte Havel an chronischen Atemwegsproblemen gelitten.

Die Fahne über der Prager Burg wehte auf Halbmast. Staatspräsident Vaclav Klaus fand berührende Worte für seinen Amtsvorgänger: “Vaclav Havel wurde zum Symbol des modernen, tschechischen Staates, zu dessen Entstehung er mit seinem unerschütterlichen Kampf gegen den kommunistischen Totalitarismus beitrug, als Anführer der Samtenen Revolution und als erster Präsident des unabhängigen Staates.”

Sein unermüdliches Eintreten für Demokratie und Menschenrechte sorgte dafür, dass Vaclav Havel auch in der Bevölkerung hohes Ansehen genoss. Nach Bekanntwerden seines Todes pilgerten zahlreiche Menschen zu seinem Haus in Prag, um dort Blumen niederzulegen und Kerzen anzuzünden.