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Kanzlerin besucht deutsche Soldaten im Kosovo

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Kanzlerin besucht deutsche Soldaten im Kosovo

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Angela Merkel hat die deutschen Soldaten im Kosovo besucht. Dabei rief die Kanzlerin dazu auf, den blutigen Grenzkonflikt im Nordkosovo beizulegen.

Die Einwohner dort sind serbischer Abstammung. Sie

erkennen die Kosovo-Behörden nicht an und wollen die Grenze nach Serbien daher selbst kontrollieren. Bei Zusammenstößen mit ihnen wurden gerade erst etliche deutsche und österreichische Soldaten verletzt.

“Es ist wichtig, dass die Implementierung geschafft wird der gemeinsamen Grenzkontrolle”, sagt Merkel hier. “Und wir müssen Schritt für Schritt natürlich auch dazu kommen, dass es keine Parallelstrukturen gibt.”

Und sie ergänzt: “Ich habe Serbien das gesagt, was wir uns erwarten. Ich sage hier im Kosovo auch das,

was die kosovarische Seite beitragen kann. Ich glaube, das Beste ist immer, man sucht das direkte Gespräch mit den jeweiligen Partnern.”

Merkels Gastgeber und Amtskollege Hashim Thaci versprach ihr einen Dialog mit Serbien. Das sei die einzige Lösung für alle Fragen, die zwischen Kosovo und Serbien zu lösen seien. Er hoffe, dass auch Serbien dazu bereit sei.

Die Bevölkerung des Kosovo ist zu neunzig Prozent albanischstämmig. Vor knapp vier Jahren erklärte sich die serbische Provinz für unabhängig. Die serbischstämmige Bevölkerung im Norden wehrt sich

aber dagegen; die Regierung des Kosovo hat dort faktisch keinen Einfluss.