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Kim Jong-Un - in Nordkoreas kommunistischer Dynastie übernimmt der Enkel die Macht

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Kim Jong-Un - in Nordkoreas kommunistischer Dynastie übernimmt der Enkel die Macht

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Nun tritt also der dritte Kim aus der kommunistischen Dynastie Nordkoreas seine Herrschaft an. Nach dem “ewigen Präsidenten” und dem “geliebten Führer” folgt ein junger Mann, von dem die Welt wenig weiß. Nicht einmal das genaue Geburtsdatum. Er soll noch keine 30 Jahre alt sein.

Unter anderem Namen soll er einige Jahre diese internationale Schule in der Schweizer besucht und ungefähr mit 15 ohne Abschluß verlassen haben.

Ehemalige Schulkameraden bezeichnen den Jungen, den sie für Kim Jong-Un halten, als schüchtern.

Das einzig bekannte Kinderfoto des dritten Kim sagt nicht viel aus. Seine Mutter soll eine bekannte Tänzerin und die dritte Frau des Vaters gewesen sein, die an Krebs starb.

Ein australischer Korea-Experte, der Direktor für internationale asiatische Sicherheitsstudien am Lowy-Institute in Sidney, Rory Medcalf, erwartet

große Fortschritte bzw. einen großen Reforminstinkt vom neuen Herrscher. Weil der beweisen müsse, dass er die für einen Führer nötige Stärke hat. Ironischerweise komme er in einem Moment an die Macht, da Nordkorea begonnen hat, neue Verhandlungen zu führen.

Im Oktober 2010 hatte der schon sichtbar kranke Vater den jüngsten seiner wahrscheinlich drei Söhne bei der Feier zum 65. Jahrestag der Kommunistischen Partei Nordkoreas als Nachfolger präsentiert. Sein wohl ursprünglich dafür vorgesehener älterer Bruder war in Japan durch westlichen Lebensstil unangenehm aufgefallen.

Tomohiko Taniguchi, ein früherer Berater des japanischen Außenministeriums meint,

man solle auch auf Unvorhergesehenes vorbereitet sein, denn es sei noch keineswegs sicher, ob da eine friedliche Macht-Nachfolge gelingen werde.

Im Laufe eines Jahres hatte ihn der Vater bei offiziellen Anlässen immer an seiner Seite.

Allerdings stumm. Noch hat ihn kein Ausländer reden gehört. Es heisst, er habe schon früh einen Sinn für Autorität und Macht entwickelt. So ein Satz kann aber auch gezielt gestreute Propaganda sein. Man wird abwarten müssen, ob der bereits wie der Vater zur Fülle neigende junge Mann das Land der hungernden Kinder buchstabengenau im Sinne von Vater und Großvater weiterführen wird.