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UN und USA fordern Ende der Gewalt in Ägypten

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UN und USA fordern Ende der Gewalt in Ägypten

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In Kairo ist nach vier Tagen Protesten wieder Ruhe eingekehrt. Die Polizei hat den Tahrir-Platz geräumt und die Straßen zeugen von der Zerstörung und der Gewalt der vergangenen Tage.

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon und US-Außenministerin Hillary Clinton zeigten sich besorgt und forderten die ägyptische Militärführung dazu auf, das Recht auf friedliche Demonstration zu achten und nicht mehr mit Gewalt gegen die Aktivisten vorzugehen.

Ein Demonstrant erzählt: “Die Sicherheitskräfte haben uns in den frühen Morgenstunden bewaffnet mit Stöcken von dem Tahrir-Platz vertrieben und auch mit scharfer Munition auf uns geschossen. Mal sehen, was uns jetzt bevorsteht.”

Bei der Räumungsaktion wurden nach Angaben der Demonstranten ein Mann getötet und ein Dutzend festgenommen.

Die Parlamentswahlen laufen noch, in neun Provinzen des Landes wird diese Woche eine Stichwahl abgehalten.

Die Muslimbruderschaft hat ihre Führung ausgebaut, und linke Gruppen werfen ihr strategisches Kalkül vor: Nun, da sich abzeichne, dass sie im Parlament die größte Fraktion stellen werde, unterstütze sie nicht mehr die Demonstranten.