Eilmeldung

Eilmeldung

China lädt Kim Jong Un nach Peking ein

Sie lesen gerade:

China lädt Kim Jong Un nach Peking ein

Schriftgrösse Aa Aa

Der chinesische Präsident Hu Jintao hat in der nordkoreanischen Botschaft in Peking an einer Zeremonie zu Ehren des verstorbenen Kim Jong Il teilgenommen. Zuvor hatte bereits das Außenministerium dem nordkoreanischen Volk sein tiefes Beileid ausgesprochen. China ist einer der wenigen Verbündeten des abgeschotteten Nordkorea. Ein Sprecher des Außenministeriums sagte, man sei für einen Besuch des neuen Machthabers Kim Jong Un jederzeit offen: “China und Nordkorea haben immer auf höchster Ebene miteinander verkehrt: Wir laden den nordkoreanischen Machthaber ein, China zu einem für beide Seiten günstigen Zeitpunkt zu besuchen.”

China unterstützte Pjönjang in den vergangenen Jahren wirtschaftlich. Immerhin teilen die Länder eine rund 1000 Kilometer lange Grenze – und Peking möchte Unruhen in Nordkorea unbedingt verhindern. Chinesische Touristen können am Grenzfluss Yalu einen Blick nach Nordkorea werfen. “Das Land ist zu konservativ”, meint einer von ihnen. “Ich habe das Gefühl, Nordkorea schottet sich von der Welt ab und will nicht mit anderen Staaten kommunizieren.”

Tatsächlich scheint China dem Machtwechsel in Pjönjang nicht recht zu trauen. Beobachtern zufolge befürchtet Peking, dass es Kim Jong Un langfristig nicht gelingen wird, das Land stabil zu halten.

Lesen Sie auch

Kim Jong-Un – in Nordkoreas kommunistischer Dynastie übernimmt der Enkel die Macht

Letzte Abfahrt: Trauern an Pjöngjangs berühmtester Rolltreppe

Nordkorea: stabil oder nicht?