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Nordkorea: "Nicht Trauer, sondern Verzweiflung, wie es weitergeht"

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Nordkorea: "Nicht Trauer, sondern Verzweiflung, wie es weitergeht"

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Nordkorea stellt seinen verstorbenen Machthaber Kim Jong Il nun im Glassarg aus. Er wurde in Pjöngjang im Kumsusan-Mausoleum aufgebahrt, in dem auch der einbalsamierte Leichnam seines Vaters liegt.

Das Staatsfernsehen zeigte Bilder von seinem Sohn und Nachfolger Kim Jong Un und anderen Führungspersönlichkeiten der Partei der Arbeit Koreas, die Kim Jong Il die letzte Ehre erwiesen. Die Medien beginnen bereits, den Personenkult um Kim Jong Un aufzubauen.

Derweil schluchzen draußen die Massen vor laufender Fernsehkamera. Südkorea ergriff die Gelegenheit und drückte sein Mitgefühl aus.

Die Bevölkerung sei nicht von Trauer über den Tod des “geliebten Führers” übermannt, sondern verzweifelt, weil sie nicht wisse, wie es weitergeht, erklärte der Korea-Experte Werner Pfennig von der Freien Universität Berlin.

Ob staatlich gelenkt oder wahre Verzweiflung – bei einigen artete dies in kollektive Hysterie aus.

Das Staatsbegräbnis findet am 28. Dezember statt.

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