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Demontage der Atomruine in Fukushima braucht bis zu vierzig Jahre

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Demontage der Atomruine in Fukushima braucht bis zu vierzig Jahre

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Die Demontage des zerstörten Atomkraftwerks in Fukushima wird nach Angaben der japanischen Regierung dreißig bis vierzig Jahre dauern. Das hat Industrieminister Yukio Edano offiziell eingeräumt. Er stellte den Zeitplan für die nächsten Phasen vor. Innerhalb der kommenden zwei Jahre soll damit begonnen werden, verbrauchte Brennelemente aus den Abklingbecken zu bergen.

Die Sicherheit müsse dabei immer gewährleistet werden, betonte Edano, doch solle der Zeitplan dadurch nicht beeinträchtigt werden. Die dreißig bis vierzig für die Demontage anberaumten Jahre hätten nichts zu tun mit dem Zeitpunkt, an dem die Anwohner wieder nach Hause zurückkehren könnten.

In der vergangenen Woche hatte die Regierung die Kaltabschaltung der Reaktoren verkündet, da die Temperatur am Boden der Druckbehälter unter 100 Grad gehalten werde. Umweltschützer warfen ihr daraufhin Lügen vor, weil Brennelemente den Boden der Druckbehälter durchschmolzen hätten und mancherorts weiter höhere Temperaturen herrschten.

Das Gebiet im Umkreis von zwanzig Kilometern ist evakuiert. Die ersten Anwohner könnten schon im Frühling zurückkehren, hieß es. Dabei werde man noch Jahrzehnte mit der radioaktiven Verseuchung zu kämpfen haben, warnen Atomenergieexperten.