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Kostenlose Christbäume in Jerusalem

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Kostenlose Christbäume in Jerusalem

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Alle Jahre wieder, verteilt die Stadtverwaltung von Jerusalem kostenlos Weihnachtsbäume. Der legendäre Oberbürgermeister Teddy Kollek hatte die Tradition in der 60er Jahren begründet. Unumstritten ist die Geste nicht. Orthodoxe Juden bemängeln, dass mit ihren Steuergeldern Götzendienst gefördert werde. Die Stadtverwaltung sieht darin und im Weihnachtsputz des armenischen und christlichen Stadtviertels zum einen Anerkennung der christlichen Bevölkerung zum anderen, so ein Sprecher der die Stadtverwaltung, vermeide man das Entstehen von Christbummärkten, die für öffentliche Unordung sorgen würden.

In seiner traditionellen Weihnachtsbotschaft drückte der lateinische Patriarch von Jerusalem, Fouad Twal, seine Sympathie mit der Arabischen Freiheitsbewegung aus: “Wir haben diese Veränderungen immer verteidigt und betont, dass die Christen nicht von dieser Bewegung ausgeschlossen wurden”, sagte Twal. Die Christen rief der Vertreter das Vatikan im Heiligen Land auf, sich nicht vor einer Pilgerreise ins Heilige Land zu fürchten.

Twal wird am Heiligen Abend die Prozession von Jerusalem nach Bethlehem, leiten und in der Katharinenkapelle die Christmette lesen. Die Kirche steht direkt neben der orthodoxen Kirche, unter deren Altar sich die Grotte befindet, in der Maria Jesus zur Welt gebracht haben soll. Über Weihnachten werden etwa 90 000 Pilger im Heiligen Land erwartet.