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AL-Beobachter treffen in Syrien ein

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AL-Beobachter treffen in Syrien ein

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Nach fortgesetzten Auseinandersetzungen gehen die Vorbereitungen für eine Beobachtermission in

Syrien in die entscheidende Phase.

Gestern kam es erneut zu blutigen Konfrontationen zwischen regierungskritischen Demonstranten und den Sicherheitskräften. Hier in Aleppo drangen bewaffnete Riegierungsanhänger auf den Campus der Universität vor, wo sie, Studenten zufolge, gewaltsam gegen die Protestierenden vorgingen.

Mehr als 100 Menschen sollen gestern bei den Auseinandersetzungen getötet worden sein.

Unterdessen traf ein 14-köpfiges Team der Arabischen Liga in Damaskus ein, um den Weg für den Einsatz arabischer Beobachter in dem Land zu ebnen. Die syrische Regierung hatte sich lange dagegen gesträubt.

In Damaskus kam es am Nachmittag zu einer großen Kundgebung regierungsfreundlicher Kräfte.

Die Beobachter der Arabischen Liga sollen in zwei Wochen damit beginnen, in den Protesthochburgen den Abzug der Militärs und die Freilassung der

politischen Gefangenen zu überwachen.

Die Protestbewegung befürchtet allerdings, dass Präsident Baschar al-Assad versuchen wird, die Experten hinters Licht zu führen.

Angeblich wurden bereits Militäreinheiten in die Kasernen der Polizei verlegt, um den Eindruck zu erwecken, die Operationen der Armee seien

beendet.