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Frankreich bläst in der Türkei der Wind ins Gesicht

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Frankreich bläst in der Türkei der Wind ins Gesicht

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Die Empörung in der Türkei über das französische Völkermord-Gesetz ist groß. Auch eigentlich frankophile Türken fühlen sich vor den Kopf gestoßen und ziehen ihre Konsequenzen: “Ich habe als Verkäufer für Renault gearbeitet. Jetzt werde ich mir kein französisches Auto mehr kaufen”, stellt ein Passant fest.

Inal Batu war türkischer Botschafter in Rom, als PKK-Chef Öcalan ergriffen und in die Türkei gebracht wurde. Er ist mit diplomatischen Spannungen vertraut. “Freundschaft ist eine Angelegenheit von Jahrzehnten. Wir sind Freunde und Verbündete Frankreichs. Dies ist ein schwerer Schlag für unsere Beziehungen. Hoffentlich siegt im Senat die Vernunft und das Gesetz scheitert dort”, hofft Batu. Dann werde schnell Gras über die Affäre wachsen, aber das Ansehen Sarkozys sei in der Türkei für immer beschädigt, weil er sich richtig feindselig verhalten habe.