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Kasachstan: Regierung will Lage nach Unruhen entschärfen

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Kasachstan: Regierung will Lage nach Unruhen entschärfen

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Die Ruhe in Kasachstan ist nach den Ausschreitungen der letzten Woche noch angespannt: Aber die Regierung in dem autoritär geführten mittelasiatischen Land versucht, die Lage zu entschärfen.

Dazu hat sie jetzt den Gouverneur in der westlichen Provinz Mangistau abgelöst, dem Schauplatz der Unruhen. Gehen muss auch der Chef der staatlichen Erdölfirma Kasmunaigas, ebenso der Leiter der Londoner Niederlassung.

Bei den Unruhen in der Stadt Shanaosen hatten vor allem Ölarbeiter ihrem Unmut Luft gemacht. Die Lage eskalierte am Freitag, dem 20. Jahrestag der kasachischen Unabhängigkeit, als Arbeiter und Jugendliche randalierten.

Den Behörden zufolge hatte die Menge die Polizei angegriffen, die daraufhin geschossen habe. Auch in einem nahe gelegenen Ort kam es zu Unruhen. Bei den Auseinandersetzungen wurden mehr als ein Dutzend Menschen getötet. Seit Sonnabend gilt in Shanaosen der Ausnahmezustand.

Die Regierung gibt jetzt auch zu, dass die vorangegangenen monatelangen Streiks von Ölarbeitern zu dieser Lage geführt hatten. Zuvor hatte sie davon gesprochen, jugendliche Rowdys hätten die Arbeiter für eigene Ziele eingespannt.