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Raketenschmuggel in Finnland aufgeflogen

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Raketenschmuggel in Finnland aufgeflogen

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Die finnische Polizei hat auf einem Frachter 69 Patriot-Luftabwehrraketen sowie 150 Tonnen Sprengstoff entdeckt. Das unter der Flagge der britischen Isle of Man fahrende Schiff kam aus Emden und sollte nach ShangHai weiterfahren. Hafenarbeitern war die große Menge unsachgemäß gesicherter explosiver Pikrinsäure (2,4,6-Trinitrophenol (TNP)) aufgefallen.

“Das Schiff war auf dem Weg von Deutschland nach Südkorea. Aber wir müssen noch überprüfen, ob das auch für die Raketen und den Sprengstoff gilt”, erläutert Chefinspektor Timo Virtanen von der Finnischen Kriminalpolizei.

Unklar ist nach den Polizeiangaben, wo das Schiff die in den USA hergestellten “Patriot”-Raketen an Bord genommen hat und wohin sie gebracht werden sollten. Man habe “Verdachtsmomente” gegen den Kapitän und den Steuermann aus der ukrainischen Besatzung, hieß es.

Die von den USA entwickelte “Patriot” dient der Abwehr von Flugzeug- und Raketenangriffen. Die Flugkörper erreichen fast vierfache Schallgeschwindigkeit und können Ziele in einer Höhe von bis zu 30 Kilometern und einer Entfernung von mehr als 100 Kilometern treffen.