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Griechen, Spanier, Portugiesen suchen Jobs in Deutschland

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Griechen, Spanier, Portugiesen suchen Jobs in Deutschland

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Die hohe Arbeitslosigkeit in den Schuldenstaaten der Eurozone treibt mehr und mehr Menschen nach Deutschland. Das geht aus Erhebungen des Statistischen Bundesamtes hervor. So stieg die Zahl der Zuwanderer in der ersten Jahreshälfte im Vergleich zum Vorjahr auf 435.000, ein Plus von 19 Prozent.

Besonders stark war der Auswanderungsdrang in Spanien, Griechenland und Portugal, wo die Arbeitslosigkeit zwei bis drei Mal so hoch ist wie in Deutschland.

In Deutschland beklagt sich die Wirtschaft dagegen etwa im Bau und in der Industrie über einen Mangel an Facharbeitern. Aber auch der Dienstleistungssektor bietet neue Perspektiven.

Deutsche Unternehmen melden eine Flut von Anfragen etwa aus Griechenland nach Arbeitsmöglichkeiten in Deutschland.

In Griechenland spielen Umfragen zufolge etwa 40.000 Menschen ernsthaft mit dem Gedanken, das Land wegen der wirtschaftlichen Probleme zu verlassen. Davon wollen viele allerdings nach Australien.

Im ebenfalls hochverschuldeten Portugal zieht es die Menschen vor allem in die früheren Kolonialgebiete Brasilien und Angola. Beide Länder verzeichneten im laufenden Jahr einen Ausländerzuwachs von 50 Prozent.