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Haftstrafe für Julia Timoschenko bestätigt

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Haftstrafe für Julia Timoschenko bestätigt

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Julia Timoschenko bleibt in Haft: Ein Berufungsgericht hat ihre Strafe bestätigt. Die frühere ukrainische Regierungschefin war im Oktober zu sieben Jahren Haft verurteilt worden.

In dem Prozess wurde ihr ein Erdgasliefervertrag mit Russland aus ihrer Amtszeit zum Vorwurf gemacht. Durch diesen Vertrag war der Ukraine laut Anklage ein hoher Schaden entstanden. Timoschenko hofft jetzt auf ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte.

Mit der jetzigen Entscheidung sei Staatspräsident Wiktor Janukowitsch kein Präsident mehr, sagt Alexander Turtschinow, ein Spitzenvertreter von Timoschenkos Partei; jetzt sei er ein Diktator des Verbrecherregimes.

Timoschenko bestreitet den Vorwurf und vermutet hinter dem Prozess und ihrer Bestrafung politische Gründe. Letztes Jahr verlor sie gegen Janukowitsch die Präsidentenwahl. Normalerweise würde sie wieder bei der Parlamentswahl im nächsten Herbst als Spitzenkandidatin antreten.

Allerdings gehen auch westliche Länder von einem politischen Hintergrund für Anklage und Urteil gegen Timoschenko aus. Die Europäische Union hat deswegen die nächsten Schritte in der Zusammenarbeit mit der Ukraine auf Eis gelegt.