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Reisefreiheit für Kubaner

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Reisefreiheit für Kubaner

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Reisefreiheit für die Kubaner. Elf Monate und bis zu zwei Jahre, verlängerbar, mit Recht auf Rückkehr – davon träumen die Menschen seit einem halben Jahrhundert. Familienmitglieder im Ausland besuchen, im Ausland leben oder einfach Reisen, das soll jetzt alles möglich werden auf der Karibikinsel.

Seit den 60er-Jahren herrschen strikte Vorschriften auf Kuba. Wer ausreisen – und vor allem auch wieder einreisen – wollte, brauchte dafür eine sogenannte “Reisegenehmigung Ausland”, und die bekam man kaum.

Die seit Jahrzehnten geltenden Restriktionen haben viele Kubaner ins Exil getrieben, die meisten von ihnen leben in den USA. Viele Kubaner riskieren ihr Leben, wenn sie fliehen. Die Fluchtwelle explodierte zwischen 1990 und dem Jahr 2000. Für die Kubaner ist die Reform des Reiserechts nun eine echte Revolution.

In den vergangenen Monaten hat es in Kuba schon andere Reformen gegeben. Das liegt allerdings auch an der Wirtschaftskrise, die auf der Karibikinsel herrscht. Vor allem zwei Reformen haben von sich Reden gemacht: das Recht, Privateigentum zu verkaufen und das Recht, Kredite aufzunehmen.

Auch wenn es auf Kuba nur nach und nach Reformen gibt: Die Richtung scheint klar, das Land will seine Beziehungen mit dem Ausland verbessern, vor allem seine Beziehungen zu den USA. Denn die Reformen könnten irgendwann einmal dazu führen, dass die Sanktionen gegen Havanna aufgehoben werden. Auf der Insel jedenfalls sorgen sie erst einmal für Optimismus in der Bevölkerung.