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US-Justiz gibt grünes Licht für Mega-Börsenfusion

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US-Justiz gibt grünes Licht für Mega-Börsenfusion

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Die Deutsche Börse AG und die New Yorker NYSE Euronext haben aus den USA grünes Licht für ihre geplante Mega-Fusion erhalten. Das Justizministerium in Washington genehmigte den Zusammenschluss zum weltgrößten Börsenbetreiber unter der Voraussetzung, dass sich eine Tochter der Deutschen Börse von ihrer Beteiligung an Direct Edge trennt, der viertgrößten Börse in den USA.

Die Deutsche Börse hält über ihre Tochter International Security Exchange (ISE) 31,5 Prozent an dem Unternehmen. Auch nach dem Verkauf muss die Deutsche Börse nach dem Willen des Ministeriums für Direct Edge bestimmte Dienstleistungen erbringen.

Deutsche Börse und Nyse können sich nun auf die Verhandlungen mit den Kartellbehörden in Europa konzentrieren. Sowohl die EU als auch das hessische Wirtschaftsministerium als Börsenaufsicht haben schwere Bedenken gegen das Vorhaben angemeldet.

Die Fusionspartner hatten erst vor wenigen Tagen versucht, die Bedenken durch ein weiteres Angebot auszuräumen. Sie verpflichteten sich zusätzlich zu den bereits angebotenen Zugeständnissen, die veröffentlichten Standard-Gebühren für europäische Derivate-Kontrakte drei Jahre lang konstant zu halten.

Die Wettbewerbshüter der EU haben sich Insidern zufolge davon nicht beeindruckt gezeigt. Ein Treffen mit Vertretern der EU-Wettbewerbsbehörde am Mittwoch sei zwar sachlich und freundlich verlaufen, sagten zwei mit dem Treffen vertraute Personen. Hinsichtlich der Positionen zum Derivatemarkt blieben die Meinungsverschiedenheiten aber anscheinend unverändert bestehen.

Im Derivatehandel an europäischen Börsen würden die Deutsche-Börse-Tochter Eurex und die zur NYSE gehörenden Londoner Derivatebörse Liffe zusammen auf einen Marktanteil von über 90 Prozent kommen.

Die EU will ihre Entscheidung bis spätestens 9. Februar fällen.