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Interpol sucht französischen Silikon-Sünder

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Interpol sucht französischen Silikon-Sünder

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In den Skandal um mangehalfte Brustimplantate hat sich jetzt auch Interpol eingeschaltet. Die Behörde in Lyon veröffentlichte auf Antrag Costa Ricas eine Anzeige, in der nach dem 72jährigen Gründer der Implantatfirma PIP, Jean-Claude Mas, gesucht wird. Mas ist derzeit untergetaucht. PIP hatte bis zur Firmenpleite im Jahr 2010 Implantate hergestellt, die mit minderwertigem Silikon gefüllt sind und außerdem zu reißen drohen. Für viele Kollegen ist Mas schlicht ein Betrüger.

Patrick Baraf, Plastischer Chrirurg, sagte: “Mas hat die Chirurgen mit schwärmerischen Broschüren über die Qualität seines Materials hinters Licht geführt. Wer konnte seine Aussagen zu angeblichen Laboruntersuchungen und Qualität der Prothesen schon genau überprüfen? Wir sind keine Laien, aber wir können getäuscht werden. PIP wurde von einem Mann geleitet, der einen kaufmännischen, und keinen medizinischen Hintergrund hatte. Mas ist ein Geschäftsmann der Geschäfte gemacht hat.”

Nachdem in Frankreich acht Krebsfälle nach gerissenen Implantaten bekanntgeworden waren, empfahl das Gesundheitsministerium in Paris betroffenen Frauen, die Implantate zu entfernen. Auch in Deutschland gibt es eine solche Warnung. PIP produzierte zu den besten Zeiten 100 000 Implantate pro Jahr, sie wurden in alle Welt verkauft, die meisten allerdings gingen nach Lateinamerika.