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Jemens Demonstranten machen weiter Druck

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Jemens Demonstranten machen weiter Druck

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Begleitet von Protesten hat Jemens scheidender Präsident Ali Abdullah Salih angekündigt, bald in die USA zu reisen. Den genauen Zeitpunkt ließ er offen. Vor einem Monat hatte der Präsident im Exil bereits ein Abkommen unterschrieben, in dem er die Macht an seinen Stellvertreter übergibt.

Gleichzeitig töteten Sicherheitskräfte bei Demonstrationen erneut neun Protestierende, etwa 90 weitere wurden verletzt.

“Ich werde zurücktreten, doch ich werde weiter in der Partei Allgemeiner Volkskongress und in der Opposition politisch aktiv sein,” kündigte Salih an.

Das reicht den Regimegegnern nicht. Etwa 3000 Demonstranten hatten sich am Mittwoch in Tais auf den Weg nach Sanaa gemacht, ein Protestmarsch von 255 Kilometern. Die Demonstranten kritisieren das im Exil unterschriebene Abkommen, das Salih Schutz vor Strafverfolgung zusichert. Sie wollen, dass sich der scheidende Präsident für die blutige Unterdrückung der Demonstranten vor Gericht verantworten muss.