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Sudan: Armee meldet Tod von Rebellenführer

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Sudan: Armee meldet Tod von Rebellenführer

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Die Armee des Sudan hat eigenen Angaben zufolge Khalil Ibrahim, den Chef der wichtigsten Rebellengruppe in der Krisenregion Darfur, getötet. Ibrahims “Bewegung für Gerechtigkeit und Gleichheit” (JEM) ist die am stärksten bewaffnete Rebellentruppe in Darfur und für zahlreiche schwere Attacken im Sudan verantwortlich.

Laut einem Armeesprecher wurde Ibrahim am frühen Morgen bei einem Gefecht in der Region Nord-Kordofan erschossen. Einigen Quellen zufolge waren Ibrahims Männer auf dem Weg in die Hauptstadt Khartum, um Präsident Omar al-Bashir zu stürzen, andere sprechen davon, dass die Rebellen Südsudan als Ziel hatten. Noch gibt es keine unabhängige Bestätigung der Berichte vom Tod Ibrahims.

Seit 2003 herrscht in Darfur ein Bürgerkrieg, mehrere Rebellengruppen kämpfen gegen Truppen der Regierung. Laut den UN kamen bisher mehr als 300 000 Menschen in dem Konflikt ums Leben, Millionen sind auf der Flucht. Letztes Jahr hatte JEM ein Friedensabkommen mit der Regierung unterzeichnet, aber die Rebellen

brachen die Friedensgespräche kurz darauf wieder ab. Als Grund nannten sie neue Regierungsangriffe in der Provinz Darfur.