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Genozid-Debatte der Knesset

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Genozid-Debatte der Knesset

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Das israelische Parlament hat in einer öffentlichen Debatte darüber diskutiert, ob die Massaker an den Armeniern 1915 in der Türkei als Genozid zu werten sind.
 
Politische Beobachter sehen den Vorstoß einiger ultrakonservativer Knessetabgeordneter als  Provokation im andauernden israelisch-türkischen Streit.
 
Dieser hatte sich ursprünglich im Mai 2010 entzündet, als türkische Organisationen eine Hilfsflotte in den Gazastreifen entsandten, um die dortige Bevölkerung zu unterstützen. Israelische Soldaten stoppten den Konvoi auf See, da der Gazastreifen unter israelischer Blockade liegt. Bei der Stürmung der Schiffe kamen neun Türken ums Leben.
 
In den letzten Tagen hatte der Streit darum, ob die Vorfälle von 1915/16 im damaligen Osmanischen Reich als Völkermord zu bewerten sind, in der Türkei bereits heftige Proteste hervorgerufen, da Frankreich sie als Genozid bezeichnet und dessen Leugnung gesetzlich unter Strafe stellte.