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Nigeria: Boko Haram droht mit weiteren Anschlägen

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Nigeria: Boko Haram droht mit weiteren Anschlägen

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Die Anschläge auf Kirchen in Nigeria

haben weltweit Empörung hervorgerufen. Radikale Islamisten der Sekte Boko Haram hatten am ersten Weihnachtstag an fünf Orten im Land Bomben gezündet. Mindestens 40 Menschen starben. Der Vatikan sagte, mit den Angriffen versuchten die Täter Hass und Verwirrung zu stiften.

UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon verurteilte die Anschläge und sprach den Angehörigen der Opfer sein Beileid aus.

Ein Mann erzählt von dem Attentat auf die Kirche in Jos: “Während des Gottesdienstes hörten wir plötzlich Schüsse. Wir rannten nach draußen und kletterten über den Zaun. Als ich raus kam, gab es hier eine Explosion und dann ein zweite dort drüben.”

Die Polizei in Jos hat nach eigenen Angaben vier Verdächtige festgenommen. Bereits im vergangenen Jahr gab es mehr als 80 Tote bei Angriffen auf christliche Weihnachtsfeiern.

Das bevölkerungsreiche Nigeria ist ein geteiltes Land. Im Süden leben hauptsächlich Christen, im Norden Muslime. Boko Haram will dort einen islamischen Gottesstaat errichten.

Experten vermuten, dass die Gruppe mittlerweile Verbindung zu Al-Kaida im Maghreb aufgenommen hat. Ein Sprecher von Boko Haram kündigte an, dass weitere Attentate im Norden des Landes geplant seien.