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Russland: Oppositionsführer hinter Gittern

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Russland: Oppositionsführer hinter Gittern

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Der russische Oppositionsführer Sergei Udaltsow ist erneut zu zehn Tagen Haft verurteilt worden. Er habe seine Strafe im Oktober nicht abgesessen, so ein Gericht in Moskau. Udaltsow war damals wegen seines Hungerstreiks ins Krankenhaus gebracht worden und kehrte danach für die verbleibenden Tage nicht ins Gefängnis zurück.

Nach der Urteilsverkündung machten seine Anhänger ihm Mut. Seine Frau Anastasia ist sehr besorgt: “Er ist schwer krank und hat heute den ganzen Tag lang nichts getrunken oder gegessen. Nach seinem Frühstück im Krankenhaus haben sie ihm nichts gegeben. Die Ärzten sagen, dass sein Zustand sehr ernst ist”

Experten zufolge zeigt der Fall Udaltsow, dass die russische Regierung ihrem harten Kurs gegenüber der Opposition treu bleibt. Udaltsow wurde seit Anfang des Jahres 14. Mal verurteilt. Jedesmal lautete der Vorwurf: Er habe sich der Festnahme widersetzt. Videoaufnahmen erzählen eine andere Geschichte.

Seit der umstrittenen Parlamentswahl Anfang Dezember mehren sich die Proteste im Land. Am vergangenen Samstag gingen Hunderttausende auf die Straße. Sie werfen der Regierung Wahlbetrug vor und fordern ein Russland ohne Putin.