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Das Gesetz regiert, sprach der König - Spanien applaudiert

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Das Gesetz regiert, sprach der König - Spanien applaudiert

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Wie flößt man anderen Selbstvertrauen ein, wenn das eigene angeknackst ist? Spaniens König Juan Carlos tut, was er kann, etwa bei der Eröffnung des neu gewählten Parlaments. Sein wenig monarchisches Motto: Alle sitzen in einem Boot.  
 
Zuvor hatte er seinem möglicherweise in einen Finanzskandal verwickelten Schwiegersohn dasselbe mitgeteilt: keine Extrawürste, schon gar nicht mitten in der Krise.
 
 
Juan Carlos vor dem Parlament:
 
“Die Abgeordneten werden die Sitzungen nutzen, um die anstehenden Konflikte und Probleme in den Griff zu kriegen, da bin ich sicher. Wir brauchen Selbstvertrauen und wir müssen dieses Selbstvertrauen auch den Bürgern einflößen.”  
 
“Die Gesetze gelten für alle in gleicher Weise,” hatte der Monarch in seiner Weihnachtsansprache gesagt und sein skandalumwitterter Schwiegersohn, der frühere Handballer Iñaki Urdangarín, verstand sofort. Er kam nicht zum traditionellen Familien-Essen am Heiligen Abend – zum erstenmal seit 14 Jahren.
 
Der Herzog von Palma wird verdächtigt, als Präsident einer gemeinnützigen Stiftung
in den Jahren 2004 bis 2006 Subventionen in Millionenhöhe veruntreut zu haben.
 
Bei der Eröffnung des Parlaments fehlte die Ehefrau des Umstrittenen, Prinzessin Cristina, und ihre Schwester Elena gleich mit.
 
Bei den krisengeschüttelten Spaniern machte der Monarch mit seiner kompromisslosen Haltung Punkte. Kommentar der Zeitung “El Mundo”: “Juan Carlos hat Mut bewiesen und den Politikern eine
Lektion erteilt”.
 
 
 
mit dpa