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Putin findet Demonstranten affig

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Putin findet Demonstranten affig

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In Moskau haben hunderte Demonstranten verlangt, dass der bekannte Oppositionelle Sergei Udaltsow freigelassen wird. Seine Haft war am Sonntag um zehn Tage verlängert worden.

Ein Gericht in Moskau hatte ihn für schuldig befunden, sich im Oktober der Polizei widersetzt zu haben. Bisher saß er wegen der Organisation einer nicht genehmigten Kundgebung während der russischen Parlamentswahl am 4. Dezember in Haft.

Garri Kasparow, Ex-Schachweltmeister und Oppositionspolitiker:

“Wir verteidigen hier die Rechte eines Mannes, Sergei Udaltsow. Sein Leben ist in Gefahr, er ist seit zwei Wochen im Hungerstreik. Er sitzt seit vier Wochen hinter Gittern – für nichts und wieder nichts.”

Udaltsow wurde im Lauf des Jahres rund ein Dutzend Mal festgenommen. Laut seiner Frau Anastasia ist er schwer krank.

Am Wochenende waren in Russland trotz Eiseskälte und Schnee Hunderttausende auf die Straße gegangen. Sie werfen der Regierung Wahlbetrug vor und fordern ein Russland ohne Ministerpräsident Wladimir Putin.

Der lässt zwar zum erstenmal Demonstrationen in dieser Größenordnung zu. Doch er vergleicht die Opposition mit gesetzlosen Affen aus Rudyard Kiplings “Dschungelbuch”.

mit AP, dpa