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Tokio lockert Verbot von Waffenexporten - und will engeren Handel mit Peking

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Tokio lockert Verbot von Waffenexporten - und will engeren Handel mit Peking

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Als Reaktion auf Chinas wachsenden Einfluss in Asien lockert Japan sein Jahrzehnte altes Waffenexportverbot. Nach Angaben eines Regierungssprechers verstärkt Tokio zugleich die Zusammenarbeit mit den USA und anderen Ländern, um auf diesem Exportsektor Kosten zu sparen.

Bei Finanz- und Handelstransaktionen sucht Tokio dagegen die Zusammenarbeit mit Peking. Beide Seiten vereinbarten, den direkten Austausch ihrer Währungen zu fördern – unter Umgehung des US-Dollars.

Nach einem Treffen mit der chinesischen Führung in Peking lobte der japanische Ministerpräsident Yoshihiko Noda die Chancen seiner Wirtschaft durch das Wachstum des Partners. Engere Beziehungen zwischen beiden Ländern seien wichtig, um regionale und globale Probleme zu lösen.

Mit einem Volumen von rund 280 Milliarden Euro ist China der größte Handelspartner Japans. Das ist drei Mal so viel wie noch vor zehn Jahren. Durch direkte Währungsgeschäfte zwischen Yuan und Yen sollen Dollar-spezifische Währungsschwankungen und damit Kosten reduziert werden. Dies würde den bilateralen Handel vereinfachen und zugleich die Wettbewerbsfähigkeit gegenüber dem großen asiatischen Rivalen Indien stärken.