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Ultraorthodoxe in Israel - Wachsamkeit bei Polizei und Politik

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Ultraorthodoxe in Israel - Wachsamkeit bei Polizei und Politik

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Noch sind es wenige – doch die Polizisten in Beit Shemesh bei Jerusalem bereiten sich vor. Sie erwarten Demonstranten, die sich für Frauenrechte und damit gegen die Forderungen von streng religiösen Juden einsetzen.  
So hatten Ultraorthodoxe ein achtjähriges Schulmädchen belästigt, weil es unzüchtig gekleidet gewesen sei. Offenbar ist das kein Einzelfall. Die Israelin Sarit Ramon hat ähnliches erlebt: “Die Situation ist schon seit Jahren katastrophal. Das hat nicht erst jetzt angefangen.” Wenn ein Kind beschimpft und angespuckt werde, sorge das für Tumult. Aber sie sei schon vor eineinhalb Jahren von Ultraorthodoxen angespuckt worden. 
 
Israels Präsident Shimon Peres forderte die Bürger zum Protest gegen religiöse Fanatiker auf. Der heutige Tag sei ein Test für die Nation nicht nur für die Polizei: “Wir alle – die Religiösen, die Weltlichen, die Konservativen – alle müssen das Image Israels verteidigen gegen eine Minderheit, die die nationale Solidarität bricht und sich in skandalöser Art und Weise äußert.“ 
 
Gestern war es in Beit Shemesh zu gewaltätigen Aktionen von ultra-orthodoxen Juden gekommen. Ein Polizist war leicht verletzt worden. Die Ultraorthodoxen fordern die Geschlechtertrennung in der Öffentlichkeit, zum Beispiel in Bussen.