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2011 - das Jahr der Gipfel zur Euro-Rettung

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2011 - das Jahr der Gipfel zur Euro-Rettung

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Es war das Jahr der Gipfeltreffen, 15 an der Zahl.

Europas Führer sahen sich selten so oft wie 2011.

Der Stabilitätsanker Euro drohte sich loszureißen und das europäische Schiff orientierungslos durch die Stürme Zeit zu treiben. Einige Regierungschefs wurden dabei gnadenlos von Bord gespült.

Bis zum Jahresende geriet der Euro-Tanker wieder in ruhigeres Fahrwasser – zunächst einmal. Die Maßnahmen der Schiffsführung müssen ihre Wirksamkeit erst noch unter Beweis stellen.

So wurde der Rettungsschirm ausgedehnt, der künftige Krisenmechanismus um ein Jahr auf 2012 vorgezogen. Portugal und Griechenland wurden vor dem Ertrinken gerettet, und es wurde Kurs auf einen künftige Fiskalunion genommen, von der alle hoffen, dass sie als sicherer Hafen dient. Die nächsten Schritte sollen auf einem weiteren Gipfel Anfang Februar besprochen werden.

Louise Cooper von BGC Partners ist pessimistisch.

Es sei beunruhigend zu sehen, wie viel neue Schulden die Krisenstaaten aufnehmen müssten, nur um zu überleben – Hunderte Milliarden Euros.

Viel wird davon abhängen, welche Rolle die Europäische Zentralbank bei der Krisenbewältigung spielen wird. Mario Draghi, ihr neuer Präsident, ist ein erfahrener Notenbanker. Aber die Schlagkraft der EZB hängt von den EU-Spitzen ab, vermutlich von weiteren Gipfeln.