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Die schwierige Mission der Beobachter in Syrien

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Die schwierige Mission der Beobachter in Syrien

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Die Beobachter der Arabischen Liga sind in der Protesthochburg Homs von Zehntausenden Demonstranten empfangen worden. Sie skandierten “Assad verschwinde!”

Nach Angaben der Opposition setzten die Sicherheitskräfte Tränengas ein, um die Menge auseinanderzutreiben.

Die Delegation der Arabischen Liga wurde bei ihrem Rundgang durch die Stadt stets von Regierungsvertretern begleitet. Bewohner bemühten sich darum den Beobachtern die beschädigten Häuser zu zeigen.

Mehrere Viertel standen tagelang unter Beschuss. Einer Menschenrechtsgruppe zufolge wurden bei der jüngsten Offensive mehr als 30 Menschen getötet und etliche verletzt.

Kurz vor der Ankunft der Beobachter wurden Panzer aus den umkämpften Vierteln abgezogen. Von einem kompletten Rückzug der syrischen Armee könne allerdings keine Rede sein, so die Opposition.

Die Regierungsgegner glauben nicht mehr an Kompromisse. Sie wollen nicht ruhen und fordern weiter unter Einsatz ihres Lebens den Rücktritt von Präsident Baschar al-Assad.

Die syrische Regierung macht unterdessen bewaffnete Banden für die Unruhen verantwortlich und spricht von hunderten getöteten Sicherheitskräften. Das Staatsfernsehen sendete Aufnahmen von Waffen und Munition, die angeblich von Aufständischen beschlagnahmt wurden.