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Nordkoreaner weinen um toten Kim Jong Il

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Nordkoreaner weinen um toten Kim Jong Il

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Mit einer pompös inszenierten Staatstrauer hat die Atommacht Nordkorea vom langjährigen Alleinherrscher Kim Jong Il Abschied genommen.

Das Staatsfernsehen zeigte, wie der geschmückte Sarg des vestorbenen Diktators in einem Autokorso durch das verschneite Pjöngjang gefahren wurde.

Nach zehn Tagen organisierter Massentrauer säumten noch einmal Zehntausende Nordkoreaner die Straßen der Hauptstadt, um Kim die letzte Ehre zu erweisen. Viele Menschen, darunter etliche Soldaten, weinten hemmungslos am Wegrand. Zahlreiche Trauernde hätten das Bewusstsein verloren, hieß es.

Kim Jong Il war nach offizieller Darstellung am 17. Dezember an den Folgen eines Herzinfarkts gestorben. Er hatte das abgeschottete kommunistische Land 17 Jahre lang mit eiserner Faust regiert. Unter seiner Herrschaft starben nach Schätzungen Hunderttausende Menschen an Hunger.

Direkt neben dem Leichenwagen lief der jüngste Sohn Kims und auserkorene Nachfolger Kim Jong Un. Damit wurde nach Ansicht von Beobachtern demonstriert, dass der noch nicht 30-jährige Sohn als künftiger starker Mann seine Position weiter gefestigt hat.