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Sturmtief "Dagmar" schaltet Skandinaviern den Strom ab

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Sturmtief "Dagmar" schaltet Skandinaviern den Strom ab

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Im kommunalen Kino des norwegischen Städtchens Høyanger steht “Verblendung” auf dem Programm. Ein spannender Film. Aber die Realität ist stärker – Sturmtief “Dagmar” hat den Ort an der Westküste von der Außenwelt abgeschnitten. Mächtige Erdrutsche rissen Straßen weg. Noch ist nicht bekannt, ob jemand zu Schaden kam.

Viele der 2 500 Bewohner mussten sich in stockfinsterer Nacht selbst helfen.

Otto Vikane:

“Nun, die anderen reden vor einem Schlachtfeld, aber es ist schlimmer. “

Edvard Anders Berge holte seinen 89jährigen Vater mit dem Traktor aus dessen Haus – die Garage daneben war nur noch ein Haufen Kleinholz, begraben unter Erdmassen.

Edvard Anders Berge:

“Ich musste ihn da rauskriegen, und uns in Sicherheit bringen. Es gelang. Also bin ich sehr glücklich. Aber das hier ist einfach enorm. So viele Felsen. Riesenfelsen. Da waren wirklich starke Kräfte am Werk.”

Sturmtief “Dagmar” kappte in Norwegen und Schweden in 100 000en Wohnungen oder Häusern die Elektrizität und damit in der Regel auch die Heizung.

Umgestürzte Bäume und Schneewehen blockierten Bahnstrecken und Autostraßen.

“Bleibt zuhause” mahnten die Behörden in Nord- und Mittelschweden. Tat eine Frau in der Nähe von Borlänge – da fiel ein Baum auf ihren Wohnwagen. Sie wurde leicht verletzt.

mit dpa, Reuters