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Türkei gibt Russland das Ja-Wort

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Türkei gibt Russland das Ja-Wort

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Zufriedene Gesichter in Moskau: Der türkische Energieminister Taner Yildiz überreicht Russlands Regierungschef Wladimir Putin eine lang erwartete Notiz. Mit ihr gestattet die Türkei Russland den Bau der Gaspipeline South Stream in türkischen Hoheitsgewässern des Schwarzen Meers. Jetzt steht noch eine Einigung mit der Ukraine an, allerdings verlangt Kiew wegen der Transitgebühren eine Verlegung der Röhren über Land.

Laut dem russischen Konzern Gazprom soll South Stream nun nicht wie zunächst geplant in Österreich, sondern in Norditalien enden. Österreich ist an Nabucco beteiligt, der EU-geförderten Konkurrenz-Pipeline.

Bereits 2009 hatten Russland und die Türkei den Schwarzmeer-Vertrag unterschrieben. Jetzt sagte Russland der Türkei als Gegenleistung langfristige Gaslieferungen bis 2025 zu. An South Stream sind neben dem russischen Konzern Gazprom Energieunternehmen aus Italien, Deutschland und Frankreich beteiligt.