Eilmeldung

Eilmeldung

Uneinige Griechen

Sie lesen gerade:

Uneinige Griechen

Schriftgrösse Aa Aa

Im griechischen Kabinett herrscht vor dem Hintergrund gewaltiger Finanzprobleme offenbar Uneinigkeit über mögliche vorgezogene Neuwahlen.

Ausgelöst wurde die Diskussion durch den sozialistischen Finanzminister Evangelos Venizelos, der Wahlen für April angekündigt hatte.

Trotz einer Marathonsitzung der Regierung weigert sich Parteichef Papandreou bislang zu sagen, ob er erneut für das Amt des Regierungschefs ins Rennen gehen will oder nicht.

Die Regierung von Interims-Ministerpräsident Papademos hat nur für kurze Zeit das Mandat das Land zu regieren. Danach soll das Volk entscheiden, wie es weitergehen soll.

Doch gerade das Volk und die Finanzmärkte könnten der Regierung einen Strich durch die Rechnung machen. Eine Finanzanalystin:

“Die Unruhen und Demonstrationen in Griechenland haben mir auf eindringliche Weise klar gemacht, das wir alle verstehen müssen, dass Politiker in einer Demokratie nun einmal nur DAS durchsetzen können, was das Volk sie umsetzen lässt.”

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hatte mehrfach das langsame Reformtempo in Griechenland kritisiert.

Angesichts schlechter Wachstumsprognosen gebe es nach wie vor erhebliche Risiken, selbst ein Scheitern des Reformprogramms könne nicht ausgeschlossen werden.