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Irrtum kostet 35 Kurden das Leben

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Irrtum kostet 35 Kurden das Leben

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Die türkische Regierungspartei hat sich für den irtümlichen Luftangriff auf vermeintliche PKK-Kämpfer entschuldigt.

Dabei waren mindestens 35 Menschen getötet worden.

Den Dorfbewohnern zufolge handelte es sich bei den Opfern um Schmuggler, die mit Maultieren Dieselkraftstoff befördert hätten.

Die Kurdenpartei BDP sprach von einem “Massaker”. Die Regierung habe gewusst, dass die Menschen in der Region vom Schmuggel lebten.

Der Zwischenfall ereignete sich an der Grenze zum Irak in der Provinz Sirnak im Südosten der Türkei.

Der Generalstab der türkischen Streitkräfte erklärte, der nächtliche Angriff habe mutmaßlichen kurdischen Kämpfern gegolten.

Die Gruppe, die sich auf die türkische Grenze zubewegt habe, sei von einer unbemannten Drohne entdeckt worden. Daraufhin sei ein Einsatz der Luftwaffe befohlen und das Ziel unter Feuer genommen worden.

Inzwischen wurden auch Ermittlungen auf Seiten der Armee aufgenommen.

Die PKK wird von der Türkei, der EU und den USA als Terrororganisation eingestuft. Seit Anfang der 1980er Jahre kämpft sie für Unabhängigkeit oder größere Autonomie der Kurdengebiete in der Türkei.

Kurdische Organisationen beklagen eine systematische Diskriminierung ihrer Volksgruppe durch den türkischen Staat. In dem Konflikt verloren etwa 45 000 Menschen ihr Leben.