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Mohammed al-Dabi: Der umstrittene General

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Mohammed al-Dabi: Der umstrittene General

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Mohammed al-Dabi ist ein Kompromiss: Bevor der sudanesische General zum Leiter der Beobachtermission in Syrien ernannt wurde, lehnte Syriens Präsident Baschar al-Assad erst einmal eine Reihe anderer Kandidaten ab. Mit seiner Aussage, er habe in der umkämpften Protesthochburg Homs nichts Besorgniserregendes gesehen, schockte al-Dabi denn auch gleich die Opposition.

Der 60 Jahre alte General machte seine Karriere in Sudans Armee und Geheimdienst. Zwischen zwei Stationen in Darfur war er Botschafter in Katar.

Al-Dabi gilt darüber hinaus als enger Vertrauter des sudanesischen Präsidenten Omar al-Baschir, gegen den ein internationaler Haftbefehl vorliegt, wegen der Kriegsverbrechen in Darfur. Al-Dabi, so sagen Menschenrechtler, habe von den Verbrechen gewusst oder sie zumindest gedeckt. Bevor er nach Katar geschickt wurde, war al-Dabi Repräsentant Baschirs in Darfur, danach war er an Friedensverhandlungen für die Krisenregion beteiligt.