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Südamerikanische Staatschefs und der Krebs

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Südamerikanische Staatschefs und der Krebs

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Drei Monate nach ihrem Wahlsieg muss sich die argentinische Präsidentin Cristina Kirchner eine kurze Auszeit nehmen. Die 58-Jährige hat Schilddrüsenkrebs und wird demnächst operiert.

Eine Passantin sagte: “Ich wünsche Ihr gute Besserung. Meine politische Richtung spielt hier keine Rolle. Ich hoffe einfach, dass es Ihr bald wieder besser geht.”

Die Krankheit wurde bei einer Routineuntersuchung entdeckt. Der Tumor hat bislang keine Metastasen gebildet und die Ärzte sind optimistisch. Die Chancen auf eine vollständige Heilung liegen bei 90 Prozent. Die Präsidentin selbst meinte: “Ich möchte als erstes den Argentiniern für ihre Anteilnahme und ihre Solidarität danken und natürlich auch meinen Amtskollegen. Raten Sie, wer mich gestern als erstes angerufen hat. Ich habe gearbeitet und gegen zehn Uhr klingelte das Telefon. Ich nahm ab und es war Hugo Chavez.”

Auch Venezuelas Präsident Hugo Chavez kämpft gegen eine Krebserkrankung. Für ihn ist das kein Zufall: “Es würde mich nicht überraschen, wenn die USA eine Technologie entwickelt hätten, um Krebs zu verbreiten. Ich bin mir natürlich nicht sicher, aber ich finde es schon seltsam, dass wir alle Krebs haben.”

Neben Kirchner und Chavez wurden auch Fernando Lugo, das Staatsoberhaupt von Paraguay, und Brasiliens früherer Präsident Lula da Silva, sowie die aktuelle Präsidentin Dilma Roussef mit der Diagnose Krebs konfrontiert.