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Syrien: Kritik an der Beobachtermission

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Syrien: Kritik an der Beobachtermission

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Trotz Anwesenheit von Beobachtern der Arabischen Liga geht die Gewalt in Syrien anscheinend unvermindert weiter.

In Daraa nahe der jordanischen Grenze überfielen Deserteure, Angehörige der sogenannten “Freien syrischen Armee”, nach eigenen Angaben einen Konvoi der Regierungstruppen und töteten dabei vier Soldaten.

Auch wenn die Assad-Regierung Höchststrafen gegen Deserteure und andere bewaffnete Regimegegner verhängt, umwerben die Widerstandskämpfer auf Protestkundgebungen offen die Bevölkerung,- so wie hier in Homs.

Die Beobachter der Arabischen Liga sind mit dem bisherigen Verlauf ihres Besuchs in Syrien zufrieden. Der Chef der Mission glaubt an ein Ende der Gewalt.

Nach Ansicht von Menschenrechtlern werden sie allerdings von der syrischen Regierung in die Irre geführt. Gefangene etwa seien verlegt worden. Außerdem könnten sie sich im Land nicht frei bewegen.

Nach Homs wollen sich die Beobachter noch in den Unruheregionen Idlib, Hama und Daraa ein Bild von der Lage machen.

In Hama wurden wenige Stunden vor ihrer Ankunft Demonstranten von den Sicherheitskräften beschossen. Nach Angaben der Opposition wurden mindestens sechs Menschen getötet und etliche verletzt.