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"Bedauerlicher Unfall" Türkische Luftwaffe tötet Schmuggler

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"Bedauerlicher Unfall" Türkische Luftwaffe tötet Schmuggler

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Nach dem Luftangriff der türkischen Armee, bei dem Dutzende Menschen getötet worden waren, haben in mehreren Städten, auch in der Metropole Istanbul, Hunderte Menschen an Protestkundgebungen teilgenommen. Die Demonstranten marschierten durch die Straßen und skandierten Parolen gegen die Regierung. Dabei kam es zu Zusammenstößen mit der Polizei, die mit Tränengas und Wasserwerfern gegen die Teilnehmer der Kundgebung vorging.

Die türkische Regierung sprach von einem “bedauerlichen Unfall”. Der stellvertretende Vorsitzende der Regierungspartei AKP, Huseyin Celik, erklärte, man habe festgestellt, dass es sich bei den Opfern nicht um Rebellen, sondern um Schmuggler gehandelt habe. Celik kündigte eine gründliche Untersuchung des Vorfalls an: “Die Türkei ist ein Rechtsstaat. Wenn jemand versehentlich oder vorsätzlich etwas falsch macht, dann ist es sicher, dass die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden. Die Behörden werden Ermittlungen einleiten und wir werden alles tun, um die Situation zu klären.”

Bei dem Angriff der türkischen Luftwaffe an der Grenze zum Irak waren mindestens 35 Menschen getötet worden. Das Militär erklärte zunächst, man sei gegen eine Gruppe kurdischer Extremisten vorgegangen. Laut den Bewohnern der Region aber handelte es sich um jugendliche Schmuggler, die mit Maultieren Dieselkraftstoff befördert hatten.