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Schmuggler getötet - PKK ruft zum Volksaufstand auf

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Schmuggler getötet - PKK ruft zum Volksaufstand auf

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Nach dem Tod von 35 Diesel-Schmugglern an der Grenze zwischen der Türkei und dem Irak hat die illegale militante Kurdenorganisation PKK zum Volksaufstand aufgerufen. Mehrere PKK-Vertreter sprachen von einem “Massaker”. Der Chef der Regierungspartei AKP, Huseyin Celik, hatte sich für den Bombenangriff entschuldigt und Aufklärung versprochen.

Auch im Westen des Landes zirkulieren Komplott- und Unterwanderungstheorien, in Istanbul demonstrierten Tausende.

Fatih Yanik, Istanbul:

“Die Leute waren ja nicht gerade zum Picknick unterwegs, sie waren zumindest Schmuggler. Es war ein unglücklicher Zufall”.

Ein anderer Man aus Istanbul meint:

“Menschlich gesehen ist es zutiefst traurig. Aber rechtlich betrachtet war es illegal, was sie taten. Die Aufklärung hat versagt. Eine traurige Sache.”

Die Gruppe junger Männer war mit beladenen Maultieren auf irakischer Seite unterwegs gewesen, als sie ein unbemanntes Aufklärungsflugzeug aufspürte und die Luftwaffe sie als “Rebellen” bombardierte. 30 der 35 Toten haben denselben Nachnamen: Encü.

Im kurdischen Grenzgebiet der Türkei verdienen die Männer ihr Geld entweder als bezahlte Dorfwächter oder als Schmuggler.

mit AFP, Reuters, dpa, Today’s Zaman