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Tadic lehnt serbisches Referendum im Kosovo ab

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Tadic lehnt serbisches Referendum im Kosovo ab

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Ein Referendum der Serben im Kosovo – der Präsident Serbiens hält es für verfassungswidrig.

Die Brücke in Mitrovica, die die Wohngebiete von albanischen Kosovaren und Serben trennt, haben die serbischen Kosovaren vor drei Monaten blockiert. Nun wollen die serbisch regierten Städte, die Bewohner abstimmen lassen, ob sie die albanisch-kosovarische Regierung in Pristina überhaupt anerkennen wollen.

Der serbische Präsident in Belgrad, Boris Tadic, hält das für verfassungswidrig und es zerstöre den Weg des Dialogs, den Serbien und das Kosovo eingeschlagen haben. Das Referendum könne internationale Reaktionen hervorrufen, die nicht unbedingt, der Sache dienten, sagte Tadic am Freitag. “De Welt weiß, dass die Serben, die Institutionen in Pristina nicht akzeptieren. Insofern ist die Abstimmung unnötig.”

Die serbische Regierung hatte gerade ein Abkommen mit dem Kosovo unterzeichnet, das verschiedene Institutionen gegenseitig anerkannt, zum Beispiel Universitätsdiplome und Reisedokumente.

Außerdem macht Serbien so wieder einen Schritt auf die Europäische Union zu, deren Mitglied es werden möchte. Sein Kandidaten-Status war zuletzt ausgesetzt worden wegen gewalttätiger Grenzkonflikte mit dem Kosovo.