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Da kommen die Peseten aus der Matratze


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Da kommen die Peseten aus der Matratze

Die Spanier sollen und wollen in den ersten Monaten 2012 um vier Milliarden Euro einsparen. Jetzt gehen ein paar daran und schauen, was nach zehn Jahren Euro sonst noch unter der Matratze liegt. Peseten! Und zwar insgesamt noch für rund 1,7 Milliarden Euro, schätzt die spanische Zentralbank.

In Salvaterra de Miño an der Grenze zu Portugal wissen sie das schon länger – hier kann man in Peseten bezahlen, noch bis Ende Januar.

Álejandra Rivas, Handelskammer Salvaterra de Miño:

“Das Programm “zurück zur Pesete” war für einen Monat geplant – jetzt ist es auf drei Monate verlängert und wir wollen noch einen dranhängen. Wir machen weiter, so lange Leute anreisen, um damit zu bezahlen.”

Wie Ladenbesitzer aus Salvaterra de Miño berichten, kommen Spanier aus dem ganzen Land, um mit ihren letzten Peseten einzukaufen – und mit Euros zurückzufahren. Denn Wechselgeld in Peseten gibt es nicht. Ein Mini-Konjunkturprogramm.

Eine Kundin:

“Die Leute hier finden das Programm sehr gut. Was man mit Peseten zahlt, scheint doch so gut wie umsonst.”

Übrigens: Spanische Peseten werden wie Deutsche Mark und österreichische Schillige unbegrenzt in Euro umgetauscht, so die Europäische Zentralbank – allerdings nur von der zuständigen nationalen Zentralbank.

Und: Keiner in Salvaterra de Miño will ernsthaft raus aus dem Euro – nur ein bisschen auf Urlaub.

mit: CCTV Beijing

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