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Ein Jahr (T)euro in Estland

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Ein Jahr (T)euro in Estland

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In Estland wird das Ein-Jahres-Jubiläum des Euro gefeiert. Doch feiern tun nur die Politiker. Sie freuen sich über die mit 6,6 Prozent niedrigste Staatsverschuldung unter den Euroländern und über ein Wirtschaftswachstum von fast acht Prozent.

Das Volk ist mit der neuer Währung nicht so zufrieden.

Erkki Erilaid ist Chef eines Supermarkts in der Hauptstadt Tallinn. Er erklärte: “Die Arbeitslosigkeit ging zurück, die Verbraucher kauften mehr. Also setzten die Kaufhäuser die Preise hoch und alles wurde teuer. Deshalb sind die meisten Verbraucher nicht glücklich mit der neuen Währung.”

Tatjana Voronova ist Rentnerin und Kundin im Supermarkt von Erkki Erilaid. Sie sagte: “Meine Rente haben sie nicht erhöht. Fast meine ganze Rente geht für die Miete drauf. Und für Medikamente. Das Einkaufen hier im Supermarkt ist teuer geworden. Viel ist nicht in meinem Korb.”

Auch wenn viele Esten klagen, so war das erste Euro-Jahr doch ein Rekordjahr, vor allem für den Tourismus. Mehr als 1,5 Millionen Touristen zog es nach Estland, das auch im Winter einiges zu bieten hat, – wie zum Beispiel den schönen Weihnachtsmarkt von Tallinn.