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Kurdendemonstrationen in mehreren türkischen Städten

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Kurdendemonstrationen in mehreren türkischen Städten

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In der Türkei brodelt es. Nachdem zwei kurdische Rebellen in Diyarbakir von türkischen Sicherheitskräften getötet worden waren, versammelten sich in mehreren Städten im Südosten des Landes Hunderte Menschen zu Protestkundgebungen. Dabei kam es zu teils heftigen Zudsammenstößen mit der Polizei. Die beiden Kurden sollen sich laut offiziellen Angaben ihrer Festnahme widersetzt haben. Sie hätten die Sicherheitskräfte mit Granaten angegriffen, hieß es, diese hätten sich nur verteidigt.

Auch der Tod von 35 Schmugglern, die bei einem türkischen Luftangriff ums Leben gekommen waren, trägt zur aufgeheizten Stimmung bei. Die Regierung hatte erklärt, sie bedauere den Vorfall und trauere um die Toten, aber die Kurden sehen den Angriff als Massaker und Verbrechen gegen die Menschlichkeit.

Der Vorfall hat auch die Bemühungen, die Kurden in die Verhandlungen um eine neue Verfassung einzubinden, vorerst zunichtegemacht.