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Tote Schmuggler: Wütende Menge attackiert Provinzpolitiker

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Tote Schmuggler: Wütende Menge attackiert Provinzpolitiker

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Eine Handvoll Minister waren aus der Hauptstadt gekommen, um sich für die Bomben auf jugendliche Dieselschmuggler zu entschuldigen. Regierungschef
Recep Tayyip Erdoğan nannte den Tod der 35 im kurdisch dominierte Grenzgebiet zum Irak “betrüblich” und kündigte eine Untersuchung an.
 
Naif Yavuz bekam dennoch die Wut der Dorfbewohner ab – der lokale Gouverneur in Uludere wurde im Heimatort der Toten, Gulyazi, verprügelt und leicht verletzt.
 
“Mörder Erdoğan” rief die Menge. Das ist die Lesart
der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK). Sie hatte nach dem Bombenangriff zu einem “Aufstand” aufgerufen.
 
Bei Unruhen in der Region Diyarbakır kamen zwei Demonstranten um, laut Polizei PKK-Rebellen.
 
Am Mittwoch hatten F-16-Kampfbomber eine Gruppe vermeintlicher Rebellen mit Maultieren angegriffen - offenbar Jugendliche, die vom Grenzhandel lebten.
 
 
Die PKK wird von der Türkei, der EU und den USA als
Terrororganisation eingestuft. Seit Anfang der 1980er Jahre kämpft sie für Unabhängigkeit oder größere Autonomie der Kurdengebiete in
der Türkei. In dem Konflikt verloren etwa 45 000 Menschen ihr Leben.
 
 
 
mit Reuters, AP, AFP