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Grieche: "Dieses Jahr wird der Tiefpunkt, drunter gibt es nichts"

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Grieche: "Dieses Jahr wird der Tiefpunkt, drunter gibt es nichts"

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Was hat die Akropolis in Athen in 1600 Jahren nicht schon alles überstanden – x Umbauten, eine Belagerung durch die Venezianer, mächtige Souvenirjäger und schließlich ging sogar ein türkisches Pulvermagazin in der antiken Festungsanlage in die Luft.

Alles nichts gegen das Katastrophenszenario des griechischen Ministerpräsidenten.

Lucas Papademos:

“Ein sehr schwieriges Jahr liegt vor uns. Wir müssen uns weiter anstrengen und zwar mit Entschiedenheit, um im Euro zu bleiben, um sicherzugehen, dass der ganze Verzicht nicht umsonst war. Und damit die Krise nicht in eine unkontrollierte und katastrophale Pleite mündet.”

Das sei die schlimmste internationale und einheimische Krise der Nachkriegszeit, so Lucas Papademos in seiner Neujahrsansprache.

Es gebe keine Wunderlösungen. Die Griechen müssten nur wieder an sich glauben.

Leicht gesagt.

Yannis aus Athen, Rentner :

“Ich kann nur sagen, die Griechen sind in einer scheußlichen Lage. Alle machen sich Sorgen, sind empört, haben depressive Zustände. Gott stehe uns bei, dass wir da wieder rauskommen.”

Theodoros Chatzipanagiotis, Taxifahrer :

“Dieses Jahr wird schwieriger als 2011, es wird der Tiefpunkt, drunter gibt es nichts. Alles eine Frage der Ausdauer, wer es da durch schafft.”

Ob das für Anna auch gilt ? Mitarbeiter der SOS-Kinderdörfer fanden die Kleine kürzlich mit dieser Notiz: „Ich komme nicht zurück, um Anna zu holen. Ich habe kein Geld, ich kann sie nicht aufziehen. Tut mir Leid. Ihre Mutter.“

mit dpa, Reuters, AFP