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Jerusalem: Ultraorthodoxe protestieren gegen ihre Ausgrenzung

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Jerusalem: Ultraorthodoxe protestieren gegen ihre Ausgrenzung

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Die Spannungen zwischen orthodoxen und säkularen Juden in Israel verschärfen sich. In Jerusalem versammelten sich mehr als 1000 ultraorthodoxe Juden zu einer Kundgebung. Sie fühlen sich aus der Gesellschaft ausgegrenzt und wollen für ihre Prinzipien kämpfen. Viele Teilnehmer der Protestaktion erinnerten dabei auch an den Holocaust, indem sie Davidsterne trugen oder sich in jener Sträflingskleidung präsentierten, die Juden in den Konzentrationslagern des Drítten Reichs hatten tragen müssen.

Rund zehn Prozent der knapp acht Millionen Israelis sind ultraorthodoxe Juden. Sie treten für eine besonders strenge Auslegung religiöser Vorschriften ein. So fordern sie unter anderem eine strikte Trennung der Geschlechter etwa in Bussen oder Geschäften – Maßnahmen, die sogar unter streggläubigen Juden umstritten sind.