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Unfreundliche Züge des Fahrplans Lissabon-Porto

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Unfreundliche Züge des Fahrplans Lissabon-Porto

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Durch einen neuen Streik am Neujahrswochenende wollen Portugals Zugführer Sanktionen gegen Kollegen abwenden – sie sollen bei früheren Ausständen gegen das Prinzip der Grundversorgung verstoßen haben. Am Sonntag sei zwischen Porto und Lissabon ein Minimumservice vorgesehen, so eine Bahnsprecherin, etwa einer von sieben Zügen.

Mit gemischtem Echo bei den Kunden.

Alcino, ein Kunde am Bahnhof Santa Apolonia in Lissabon:

“Ich meine, die Politik im Moment macht nichts besser. Arbeitnehmer haben ein Streikrecht. Dies ist ein Kampf um Bürgerrechte.”

Almerinda Antao:

“Ich bin nicht einverstanden. Wir zahlen für unsere Monatskarte. Da finde ich es nicht gut, die Leute hier so lange warten zu lassen – wenn Sie schon jeden Monat so viel bezahlen.”

Als Gegenleistung für das 78 Milliarden Euro schwere Hilfspaket der EU und des Internationalen Währungsfonds (IWF) will das Land sein Defizit um mehr als ein Drittel kappen. Díe öffentlichen Verkehrsbetriebe wie etwa die Bahn sind mit knapp 17 Milliarden Euro verschuldet – durch die Streiks des vergangenen Jahres seien noch acht Millionen Euro Verlust obendrauf gekommen, so die Bahn.

mit AFP, Reuters