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10 Jahre Euro - ein Grund zum Feiern?

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10 Jahre Euro - ein Grund zum Feiern?

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In der Neujahrsnacht 2002 wurde in Deutschland, Österreich und vielen anderen europäischen Ländern der Euro als Bargeld-Währung eingeführt.

Damals herrschten viel Enthusiamus und Aufbruchstimmung, vor allem in Politik und Wirtschaft. Bürgerinnen und Bürger waren zunächst zurückhaltend. Nachdem technische Komplikationen aber ausblieben, stieg die Akzeptanz des Euro stetig.

Freilich gab es sowohl bei Experten als auch in der Bevölkerung von Anfang an Zweifler. Fragt man die Menschen heute, so überwiegen positive Meinungen.

Die Krise sorgt aber auch für Unsicherheiten.

Zu kämpfen hatte der Euro von Anfang an mit dem Gefühl vieler Bürger, ein “Teuro” zu sein. Gemeint war die Ursache einer gefühlten Preissteigerung, auch wenn sich dies statistisch nicht nachweisen ließ.

Die eigentlichen Probleme tauchten aber auf, als sich einige Staaten als nicht Euro-fähig erwiesen.

Für Hans-Werner Sinn, Präsident des Münchner ifo-Instituts ist der Euro noch nicht über den Berg: “Das mit dem Euro hat leider nicht so geklappt, wie wir dachten. Der Euro ist in einer existentiellen Krise.” Einige Länder seien durch den billigen Kreditfluss in der Zeit vor der Krise inflationär überhitzt worden. Sie hätten ihre Wettbewerbsfähigkeit verloren und riesige Außenhandelsdefizite, die finanziert werden müssten.

Die Kreditwirtschaft leidet heute an mangelndem Vertrauen. Einlagen und Ausleihungen der Banken bei der EZB erreichten zuletzt Rekordhöhen.

Normalerweise meiden die Banken die Möglichkeit, bei der Notenbank kurzfristig Geld zu parken oder anzulegen, da die Konditionen ungünstig sind.

Wegen der Schuldenkrise und des starken Engagements der Banken in Staatsanleihen funktioniert der Geldhandel zwischen den Instituten aber nicht wie gewohnt.