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Afghanische Frauen boxen sich durch

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Afghanische Frauen boxen sich durch

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Die Sporthalle im Hauptstadion der afghanischen Hauptstadt Kabul. Zu Zeiten der Taliban wurden hier Frauen wegen Ehebruchs gesteinigt, heute versuchen diese Frauen, sich zu den Olympischen Spielen in London in diesem Jahr durchzuboxen. Frauenboxen ist ein unüblicher Sport in vielen Ländern. Auch Sadaf Rahimi und ihre beiden Schwestern haben es nicht leicht.

“Meine Familie ist mehrere Male bedroht worden, weil ich und meine Schwestern hier boxen”, sagt sie, “sie fragten meine Eltern, warum alle drei Mädchen aus einer Familie boxen. Boxen ist ein harter und schwieriger Sport, sogar für Männer. Deshalb sind die Leute überrascht und meine Familie wurde bedroht.”

Das Afghanische Olympische Komitee hat den Club in Kabul im Jahr 2007 gegründet, um Vorurteile gegenüber Frauen und Stereotypen abzubauen. Jetzt träumen die Boxerinnen davon, dass mindestens zwei von ihnen nach London reisen. Frauenboxen ist auch dort erstmals dabei.