Eilmeldung

Eilmeldung

Gewalt in Syrien nimmt kein Ende

Sie lesen gerade:

Gewalt in Syrien nimmt kein Ende

Schriftgrösse Aa Aa

Die Gewalt in Syrien flaut trotz Anwesenheit der Beobachter der Arabischen Liga nicht ab.

Das bestätigte in einer ersten Bilanz der Generalsekretär der Liga, Nabil al-Arabi, vor der Presse in Kairo. Die in der vergangenen Woche begonnene Mission sei jedoch nicht gänzlich erfolglos: “Das Militär ist zwar aus den Städten zurückgezogen worden und dort nicht mehr präsent. Auch die Panzer und schweren Waffen sind zurückgezogen worden,- dafür sind sie aber oft nur in die Umgebung der Städte verlegt worden. So zum Beispiel in Homs.”

Die syrische Protestbewegung behauptet hingegen, die Regierung Präsident Assads, habe die Beobachter der arabischen Liga massiv getäuscht.

So seien Namen von Dörfern und Straßen geändert worden, um den Beobachtern vorzugaukeln, sie hätten die Hochburgen des Aufstandes besucht.

Der Sprecher sagte: “Sie haben sie in ein Dorf geführt und gesagt, dies sei die Ortschaft Daria. Doch in Wirklichkeit haben sie ein Dorf in der Nähe von Daria gezeigt, in dem vor allem regimetreue Offiziere leben.”

In Daria wurde am Sonntag nach Angaben von Aktivisten der Schwager eines “Märtyrers der Revolution” von regimetreuen Schabiha-Milizen verschleppt. Mohammed Anwar al-Dabbas sei der Ehemann einer Schwester des getöteten Aktivisten Ghijath Matar. Dessen Tod in Gefangenschaft im vergangenen September war unter anderem von der US-Regierung verurteilt worden.

Am Montag wurden laut Aktivisten 16 Menschen getötet, darunter ein zehnjähriges Mädchen. Ein Teil der arabischen Beobachter, die seit einer Woche in Syrien sind, um den von der Liga geforderten Rückzug der Armee und die Freilassung der politischen Gefangenen zu überwachen, hatte Syrien am Sonntag verlassen. Eine neue Gruppe von Beobachtern soll an diesem Dienstag anreisen.

Seit Beginn der Proteste gegen Assad im März starben nach Schätzungen der Vereinten Nationen mehr als 5000 Menschen.