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Israel streitet über Umgang mit strenggläubigen Juden

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Israel streitet über Umgang mit strenggläubigen Juden

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Der Umgang mit den strenggläubigen Juden und ihren Forderungen spaltet Israel. Die Orthodoxen haben in manchen Fällen schon durchgesetzt, dass Frauen in öffentlichen Bussen nur noch hinten sitzen

dürfen. Für die Extremsten ist das aber nur der Anfang einer weitgehenden Geschlechtertrennung.

Viele protestieren inzwischen dagegen, wie eine Gruppe, die gestern einen Bus in Jerusalem bestieg.

Sie alle, auch die Frauen setzten sich möglichst weit nach vorne.

Eine junge Frau beginnt, der Fernsehkamera ihr Anliegen zu erklären, da unterbricht sie ein orthodoxer Jude aus dem hinteren Busteil: “Ich will Sie nicht enttäuschen”, sagt er, “aber ich nehme diesen Bus jeden Tag. Ich sitze überall, auch hinten, und keiner sagt etwas deswegen. Ihr macht hier eine Riesensache um nichts. Euch treibt doch nur der Hass.”

Die Strenggläubigen fühlen sich ihrerseits von einer weniger gläubigen Mehrheit verfolgt – durchaus wie unter Hitler, wie sie gerade mit einer Kundgebung zu verstehen gegeben haben, bei der KZ-Kleidung und Judensterne eine wichtige Rolle spielte.

Die Empörung über diese Anspielung ist nun ebenfalls wieder groß: Neuer Stoff für die Debatte darüber, was den Staat Israel ausmacht.